Das ist mein cooler neue Blogbeitrag

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Die Zeit während Schwangerschaft und Geburt ist eine sehr emotionale Phase im Leben einer Frau.

Daher ist auch die Geburt des eigenen Kindes mit sehr intensiven Gefühlen verbunden.

Vielfach werden diese als überwältigend und großartig beschrieben.

Für gar nicht so wenige, nämlich 10-15%, sind diese Eindrücke aus unterschiedlichen Gründen leider so überwältigend, dass die Geburt noch längere Zeit schmerzvoll nachwirkt und seelische Wunden hinterlassen kann.

Vielleicht hast du eine oder mehrere der folgenden Erfahrungen während der Geburt gemacht:

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  • Du hast dich gedanklich auf eine natürliche Geburt eingestellt, die Geburt endet aber in einem ungeplanten Kaiserschnitt
  • Das geburtsbegleitende Personal zeigt wenig Empathie, geht nicht oder nur begrenzt auf deine Bedürfnisse ein
  • Du wirst nicht ausreichend über medizinische Interventionen aufgeklärt
  • Du erlebst geburtshilfliche Interventionen als übergriffig
  • Die Geburt verläuft sehr schnell oder dauert sehr lange
  • Du hast unerwartet starke Schmerzen
  • Du erlebst unüberschaubare Situationen, in denen du große Angst empfindest
  • Dein Gesundheitszustand oder der deines Babys ist besorgniserregend und führt zu einer vorübergehenden Trennung zwischen dir und deinem Baby nach der Geburt
  • Du erlebst eine stille Geburt oder Fehlgeburt

Das Erleben von Angst, Hilflosigkeit und Ohnmacht, so wie ein Gefühl des Ausgeliefertseins und des Kontrollverlusts ist in solchen Situationen vollkommen normal.

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Betroffene Frauen fühlen sich häufig allein gelassen, nicht wahrgenommen und in der Lage, die Situation zu überblicken, selbstwirksam einzugreifen und für ihre Bedürfnisse einzustehen.

Rein physiologisch betrachtet schaltet dein Gehirn in solch bedrohlichen, scheinbar ausweglosen Situationen in einen Notfallmodus, um dein Überleben sichern zu können. Es verbleiben nur 3 Möglichkeiten der Bewältigung: Flucht, Angriff oder Erstarren. Da weder Flucht noch Angriff unter der Geburt möglich sind, bleibt meist nur das Erstarren als letzte Überlebensstrategie. Dabei werden alle Gefühle auf ein Minimum reduziert – die schönen, ebenso wie die unangenehmen.

So kann es sein, dass du das Gefühl hattest, während der Geburt deinen Körper verlassen und alles von außen betrachtet zu haben. Dieser dissoziative Zustand verschafft eine Distanz zum Geschehen und ist eine clevere Schutzreaktion unseres Körpers, um emotionalen Schmerz nicht spüren zu müssen. Ebenso kann es sein, dass du die Geburt wie durch eine Nebelwand wahrgenommen hast oder dich ganz klein in dich zurückgezogen hast.

Häufig stehen Erinnerung an das Geburtsgeschehen nur fragmentiert zur Verfügung, eine zeitliche Abfolge ist nicht mehr nachvollziehbar oder einzelne Momente werden als viel länger empfunden, als sie tatsächlich waren. Details sind häufig nicht erinnerbar oder können vom Kontext her nicht mehr zugeordnet werden. Unser Gehirn versucht im Nachgang immer wieder, die Zusammenhänge zu rekonstruieren und die abgespaltenen Gefühle zu integrieren. Das kostet unheimlich viel Kraft und Energie.

Durch die Drosselung der Gefühle kann es ebenso passieren, dass du dich weder mit dir selbst noch mit deinem Baby richtig verbunden fühlst. Du funktionierst irgendwie, um deinen Alltag bewältigen zu können oder du erkennst dich selbst kaum wieder und erlebst deinen Alltag als unwirklich und fremd, quasi wie „im falschen Film“ und so ganz anders als erwartet.

Tatsächlich ist es so, dass das Gehirn eine gewisse Zeit braucht, um das Erlebte verarbeiten zu können und manchmal bedarf es zusätzlicher Begleitung, um diesen Vorgang zu unterstützen und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen.

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